29. November 2019

Weihnachten für Dich


Weihnachten für Dich.
So heißt Alexandra Renkes diesjährige Weihnachtsaktion.
Selbstverständlich geht es darum, jemanden zu beschenken, jemandem eine Freude zu machen, jemandem Danke zu sagen. 
Ein 'Danke, dass es Dich gibt' an einen Herzensmenschen,
der Dein Jahr 2019 besonders gemacht hat.

Alexandra hat ein Weihnachtsteam zusammengestellt
aus tollen, kreativen Köpfen.
Seit dem 08. November habt Ihr auf Instagram schon viele Sneaks
 auf die jeweiligen Projekte sehen können.
 Und heute ist endlich der Tag des großen BlogHops gekommen.
Wir zeigen die fertigen Projekte und erzählen Euch die Geschichten,
die uns bestimmt allen gefallen und die zu Herzen gehen werden.

Nun aber zum Wesentlichen.
Was habe ich vorbereitet und wer ist meine Person 2019 ?
Seid nicht enttäuscht, denn es ist nicht besonders spektakulär.
Aber vielleicht ist gerade das das Besondere,
denn es ist meine Mutter.

Nein keine Angst, jetzt kommt nicht die übliche Geschichte,
dass meine Mutter immer für uns Kinder da ist,
immer die Wäsche gewaschen usw.
Nein, nein.

Meine Mutti ist zwischenzeitlich 88 Jahre alt und
eine gesellige, unternehmungslustige, und modebewusste Frau.
Seit mein über alles geliebter Vater
(ja typische Vater-Tochter-Beziehung)
vor ein paar Jahren verstorben ist,
meistert sie ihr Leben nun weitgehend alleine.
Die Familie ist seither wieder näher zueinander gerückt.

Meine Mutti leidet leider unter extremer Arthrose
 und hat fortwährend Schmerzen.
Ihrer enormen Disziplin ist es zu verdanken,
dass sie nicht bereits im Rollstuhl sitzt.
Denn den hatte der Arzt bereits vor gut 1,5 Jahren verordnet.

Sie läuft ihren Schmerzen förmlich davon und ihr Unternehmungsgeist ist der Motor,
der sie antreibt, niemals aufzugeben.

Ganz klar, ich begleite sie im Alltag, zu Arztterminen,
zu Behandlungen, schmeiße ihren Papierkram, usw.
Was man eben so macht.

Aber den Löwenanteil, dass sie nach wie vor mobil ist und alleine in ihrer eigenen Wohnung leben kann, den leistet sie.

Und warum wurde 2019 für mich so besonders ?

Als ich noch ein kleines Mädchen war,
waren meine Eltern einmal mit mir in einem kleinen Zirkus.
Nach der Vorführung durften wir die Tiere
außerhalb des Zirkuszeltes auf dem Gelände besuchen.
Wir standen vor einem Elefantengehege und
mein Vater erklärte mir, dass Elefanten niemals vergessen,
wenn man ihnen Gutes tut.
Es hat mich derartig fasziniert, dass ein Tier,
noch dazu ein so großes, imstande sein sollte,
sich für immer an etwas zu erinnern.
Selbstverständlich bildete ich kleines Mädchen mir ein,
dass dieser Zirkuselefant für immer an mich denken würde.
Seither sind Elefanten meine Lieblingstiere und
ich trage seither den Wunsch in mir,
Elefanten in freier Wildbahn zu erleben.

Und was hat das jetzt mit meiner Mutter und
dem Jahr 2019 zu tun ?
Ganz einfach. Ich reise gerne, 
aber meine Mutter nach dem Tod meines Vaters alleine zu lassen,
einen längeren Urlaub zu machen,
gar auf einen anderen Kontinent zu reisen,
fällt mir schwer.

Aber in diesem Jahr war es endlich soweit.
Meine Mutter ist in einem altersentsprechend guten Zustand, hat die Trauer gemeistert und ist dank ihrer oben beschriebenen Eigenschaften weiterhin mobil und eigenständig.
 
Endlich also reiste ich zu meinen Elefanten.
Als ich am 05. September 2019, morgens um 07:30 Uhr in den Addo-Elephant-Park in Südafrika hineinfuhr, regnete es in Strömen und, na Ihr könnt es euch denken, ich glaubte nicht daran, an diesem Tag auch nur irgendein Tier zu sehen.


Doch weit gefehlt:
Kaum dass wir drei Meter gefahren waren,
kam uns eine große Elefantenherde entgegen gelaufen
und da war er, der Moment
der Rührung und der unendlichen Dankbarkeit.
 
Majestätisch und nahezu geräuschlos
schritten Elefant für Elefant zum Anfassen nah an uns vorbei.

So ein Glücksgefühl hat man wohl nur,
wenn ein Kindheitstraum in Erfüllung geht.
Selbstverständlich kann man heutzutage überall hinreisen und manch einer wird denken,
was schreibt sie da.
Eine Südafrikareise soll ein Kindheitstraum sein ?
Ja, ist es, weil das keine Selbstverständlichkeit sein sollte
und weil man es zu schätzen wissen muss,
dass es uns so gut geht.

Gleichzeitig soll mein Blogpost auch
ein Plädoyer für das menschliche Miteinander sein.
In der Familie zusammenzuhalten,
sich gegenseitig zu unterstützen
ist der Sinn unseres Lebens.
Vergesst unsere Senioren nicht,
vergesst Eure alt gewordenen Eltern/Großeltern nicht.
Schätzt, dass Ihr sie habt, steht ihnen bei,
wir haben alle von ihnen profitiert.

Doch bevor das hier jetzt zu
einem therapeutischen Roman ausartet,
schreibe ich noch schnell,
dass meine Mutter eine leidenschaftliche Brief- und Kartenschreiberin ist
und dass auch sie ihre Glückwunschkarten stets selber gemacht hat.
Die Arthrose lässt das aber nur noch bedingt zu.
Deshalb erhält sie zu Nikolaus einen Schwung Weihnachtskarten
und zu Weihnachten einen Schwung Glückwunschkarten
für das kommende Jahr.
Letztere vornehmlich im Blumendesign,
denn sie liebt Blumen über alles,  
hat eine große Fensterbank voller Blumen und
im Sommer blühen auf zwei Balkonen Blumen ohne Ende. 

Danke Mutti,
danke für Deine Disziplin,
danke für Deine Stärke,
danke für Deine Fröhlichkeit,
danke, dass du genau so bist, wie du bist.

Jetzt folgen ein paar Fotos
und ich bedanke mich bei euch, dass Ihr meiner Geschichte gelauscht habt. 

Dies ist die Nikolausschachtel
mit dem Schwung Weihnachtskarten darin:


 
Sesam öffne dich:
 

Hier eine Auswahl der Weihnachtskarten,
die sich darin befinden:

 
Und dies ist die Weihnachtsschachtel
mit den allgemeinen Glückwunschkarten:

 
Sesam öffne dich auch hier:
 
 
Und hier eine Auswahl der Glückwunschkarten,
die sich in dieser Box befinden:
 


Ich wünsche Euch und Euren Familien
eine besinnliche Adventszeit miteinander
und schicke Euch nun weiter zu:
 

Kommentare:

  1. Liebe Christiane,

    ich konnte deinen Beitrag kaum zu Ende lesen, ich heule gerade Rotz und Wasser! (das Schreiben des Kommentars ist schon eine Herausforderung wenn man nur noch verschwommen sieht...)

    Was für ein wunderschönes Plädoyer für deine Mama und was für eine großartige Idee sie mit einem solchen Geschenk zu überraschen.

    Ich drück dich ganz feste!
    Alles Liebe, Andrea

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    1. Oh mein Gott, liebe, liebe Andrea, ich danke dir von Herzen. Hoffe, die Tränen sind spätestens bei Andrea M.s lustigem Adventskalender wieder getrocknet :-).
      Drück dich auch. Küsschen rechts und Küsschen links.

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  2. Ach wie cool. Das ist aber eine schöne Geschichte. Ja die alten Damen sollte man nicht vergessen. Ich war meiner Oma auch immer treu, zumindest habe ich das getan was ich tun konnte aus der Ferne und hatte ein Telefonohr für sie. Obwohl ich mir regelmäßig anhören musste das ich mich ja nie melde, hihi! :) Ich bin froh das ich das so gemacht habe und sie daher ohne Schuldgefühle gehen lassen konnte. Muttis sind so wichtig! Genieße die Zeit mit ihr solange du sie noch hast, meine hatte ich leider nicht lange. Oh Gott, jetzt werde ich auch noch sentimental. Du wirst deiner Mutti bestimmt eine große Freude machen mit dieser tollen Box. Da bin ich mir sicher! :) herzallerliebste Grüße
    Angi

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    1. Liebe Angi, nochmals danke für deine Worte. Alles Weitere hatten wir ja schon bei Instagram ausgetauscht. Drück dich.

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  3. Liebe Christiane, was für wunderschöne Karten und was für eine ehrliche Geschichte. Du schreibst mir aus der Seele, denn heutzutage ist alles so selbstverständlich geworden. Mal eben da hin düsen oder dort hin, keine Zeit mehr für die wesentlichen Dinge. Einen ganz lieben Gruß Petra

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    1. Vielen Dank, liebe Petra. Ja so ist das, rechtzeitig zur besinnlichen Adventszeit lässt man das Jahr Revue passieren und erinnert sich zum Glück daran, was wirklich zählt. Einen ganz lieben Gruß zurück, Christiane

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  4. Ich bin auch gerade sehr gerührt, so wundervoll hast du es geschrieben. Vielen Dank für deine emotionale Geschichte.
    Liebe Grüße
    Alexa

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  5. Liebe Christiane... deine Geschichte berührt mich gerade sehr und stimmt mich auch ein wenig nachdenklich. Das du dich so liebevoll um deine Mutter kümmerst ist leider nicht mehr so selbstverständlich und sollte jeden zum Nachdenken bringen.
    Mein Vater ist auch vor mehreren Jahren gestorben und meine Mutter hat dann noch zwei Jahre neben uns gewohnt, bevor sie zu meiner Schwester gezogen ist. Es war nicht immer einfach, besonders in der Trauerphase, aber sie ist meine Mutter und da ist es dann irgendwann an der Zeit, das sich die Kinder um die Eltern kümmern.
    Füreinander-Miteinander...
    Deine Kartenbox zeugt von Wertschätzung und Liebe... ♥️♥️

    Ganz liebe Grüße
    Käthe

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  6. Liebe Käthe, vielen Dank für deine Zeilen. In schwierigen Zeiten zusammenzustehen ist schon ein Kraftakt, vor allem, wenn man selber voller Trauer ist. Letztlich kommen aber die guten Zeiten zurück und die Anstrengung lässt nach. Ich hoffe, dass meine Geschichte das widerspiegelt. Vermutlich wäre der Elefantenmoment weniger intensiv ausgefallen, ohne die schwierige Zeit zuvor. Hoffe, es ist ok für dich, dass deine Mutter weggezogen ist. Alles Liebe für dich, Christiane

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  7. Liebe Christiane
    Ein Kindheitstraum der in Erfüllung geht, etwas was man viele Jahre im Herzen getragen hat, ist fast magisch. Für andere mag es unspektaktulär sein, selbst wird man von seinen Gefühlen fast überwältigt... Die Geschichte deiner Mutter ist ebenso sehr berührend und dein Geschenk an sie zauberhaft gestaltet.
    Liebe Grüsse Manuela

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    1. Liebe Manuela, vielen Dank für deine Worte. Ich hatte ein bisschen mit mir gerungen, ob ich das hier so kund tun soll. Letztlich aber ist es ja ausschließlich positiv und ehrlich. Deine und all die anderen Kommentare bestätigen mich und das freut mich ungemein. Von Herzen danke und ganz liebe Grüße, Christiane

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  8. Liebe Christiane,

    Was für wundervolle Worte. Ich kann deine Dankbarkeit, deinen Stolz, deine Liebe in den Zeilen lesen. Einfach so so schön.

    Ich freue mich für dich, dass du dir einen Traum erfüllen konntest. Wie magisch das sein muss.

    Wie du sagst, man sollte seine Eltern/Grosseltern ehren und für sie da sein. Ich merke das gerade sehr, denn wir machen keine einfache Zeit durch. Es wird einem dann bewusst, was man an den Menschen hat. Deshalb sollte man in den "guten" Zeiten mehr füreinander da sein, statt erst dann, wenn es nicht mehr so gut ist.

    Wie schön, dass du dich so gut um deine Mutter kümmerst. Das ist leider nicht selbstverständlich. In der heutigen Zeit kümmern sich viele nur um ihre eigenen Sachen. Wehe es wird unbequem oder man muss Zeit investieren. Echt schade.

    Danke für deine Zeilen, sie haben mich sehr berührt und stimmen mich nachdenklich.
    Liebe Grüsse
    Nadia

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    1. Liebe Nadia, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es freut mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Ich habe lange überlegt, wie viel ich Preis geben will. Letztlich habe ich so geschrieben wie ich es fühle. Und nun erkenne ich an euren lieben Reaktionen, dass so viele von uns kreativen Basteltanten schwierige Zeiten hatten oder haben. In den sozialen Medien denkt man ja immer, alle gehen ohne jedwede Probleme durchs Leben. Es tut mir Leid, dass ihr gerade eine schwierige Zeit durchmacht und ich hoffe von Herzen, dass alles wieder gut wird. Schwierige Zeiten können auch stärkend sein und uns sensibel machen für die Dinge und Menschen, die uns wichtig sind. Und ja du hast Recht, nicht nebeneinander her leben, sondern die guten Zeiten fröhlich miteinander nutzen und in schwierigen Zeiten Halt geben. Ist nicht immer leicht, oft will man sich selber mal anlehnen, aber letztlich glaube ich daran, dass das Gute, das man tut, sich lohnt. So oder so. Alles Liebe für dich und deine Lieben. Drück dich.

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